Sybille Trapp

Sybille Trapp, geb. 1956 in Altötting, ist in Traunstein aufgewachsen, wo sie in jeder freien Minute auf dem Fahrrad oder im Winter auf Skiern durch die herrliche Gegend streifte. Nach dem Abitur am Chiemgau-Gymnasium studierte sie Altphilologie, Germanistik und Romanistik in München und Bordeaux. 16 Jahre arbeitete sie als Gymnasiallehrerin im In- und Auslandsschuldienst, bevor sie 1999 zum Goethe-Institut wechselte und dort fast 20 Jahre in verschiedenen Funktionen an den Zweigstellen Oslo und Mailand sowie in der Münchner Zentrale tätig war. Als Fachberaterin für Deutsch und Lehrerfortbildnerin bereiste sie weite Teile Norwegens und Italiens und lernte dabei Länder und Leute jenseits der Touristenperspektive kennen.

Schon früh begeisterte sie sich für Literatur, erste Gedichte verfasste sie bereits als Teenager. Seit ihrem Eintritt in den Ruhestand im Frühjahr 2019 kann sie endlich mehr Zeit dem Schreiben widmen. Außerdem kümmert sie sich um die Veröffentlichung der Texte ihres 2018 verstorbenen Bruders Reinhard Hauswirth. Eine wichtige Inspirationsquelle für ihre Lyrik ist unter anderem ihr Skandinavien-Aufenthalt, wie das folgende Textbeispiel zeigt:

Nordlys
Eisig klare Polarnacht
Den schwarzen Himmel schneidet scharf die Mondsichel
Zwischen funkelnden Sterndiamanten
Dunkel und ruhig der Sund
Gesäumt von breiten Bändern glitzernder Schneekristalle
Unendliche Stille
Gespannte Erwartung des Himmelsspektakels
Unheimliche Tänze flackernder Schleier in überirdischen Farben
Enttäuschte Erwartung
Vergeblich der Blick zum Nachthimmel
Ein Licht auf dem Meer nähert sich dem Sund
„MS Nordlys“

 

 

 

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